schulschach 2026

Schach in der Jüdischen Gemeinde

Mit dem Ende der aktuellen Saison geht bereits die 18. Spielzeit der Schachabteilung des Sportvereins Makkabi Rostock zu Ende. Aus einer kleinen Schachgruppe ist in diesen Jahren einer der erfolgreichsten Jugendschachvereine Mecklenburg-Vorpommerns geworden.

Die Geschichte begann im Jahr 2007. Nach meiner Tätigkeit im Sozialbereich der Jüdischen Gemeinde entschloss ich mich – auf die nachdrückliche Empfehlung des damaligen Makkabi-Vorsitzenden Michail Bondar – eine Schachgruppe ins Leben zu rufen. Ehrlich gesagt hatte ich zunächst Zweifel: In meiner Jugend hatte ich in Kiew Schach gespielt und die Spielstärke der ersten Leistungsklasse erreicht. Danach folgte jedoch eine über dreißigjährige Pause. Bald stellte sich jedoch heraus, dass die in der Kindheit erworbenen schachlichen Kenntnisse ein Leben lang erhalten bleiben.

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Angefangen haben wir mit nur zwei Vereinsmitgliedern. Heute trainieren rund 50 Kinder und Jugendliche in unserer Schachabteilung, in den erfolgreichsten Jahren waren es sogar fast 70.

Schon kurz nach der Gründung wurde Makkabi Mitglied des Schachverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Dadurch konnten unsere Schützlinge regelmäßig an offiziellen Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften teilnehmen – in den verschiedenen Altersklassen, den Schul- und Jugendligen sowie später auch in den Erwachsenenligen.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit standen von Anfang an Kinder und Jugendliche. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass Makkabi Rostock in den Spielzeiten 2013/2014, 2020/2021 und 2024/2025 als bester Jugendschachverein Mecklenburg-Vorpommerns ausgezeichnet wurde.

Unsere Nachwuchsspieler errangen zahlreiche Landesmeistertitel und Medaillen. Dennis Schamber, Minas Tovmasyan, Jonas Petrow und weitere Talente qualifizierten sich mehrfach für die Deutschen Jugendmeisterschaften. Auch unsere Mannschaften vertraten Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich bei überregionalen Wettbewerben der norddeutschen Bundesländer.

Eine besondere Stärke unseres Vereins ist seine Internationalität. Bei uns trainieren Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft – Deutsche, Juden, Ukrainer, Russen, Armenier, Georgier, Polen, Bulgaren, Norweger und Chinesen. Darauf sind wir besonders stolz. Es zeigt, dass die Türen der Jüdischen Gemeinde allen offenstehen, die Freude am Schach haben. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das Programm „Integration durch Sport“, das unsere Arbeit sowohl finanziell als auch organisatorisch unterstützt.

Eine besondere Stärke unseres Vereins ist seine Internationalität. Bei uns trainieren Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft – Deutsche, Juden, Ukrainer, Russen, Armenier, Georgier, Polen, Bulgaren, Norweger und Chinesen. Darauf sind wir besonders stolz. Es zeigt, dass die Türen der Jüdischen Gemeinde allen offenstehen, die Freude am Schach haben. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das Programm „Integration durch Sport“, das unsere Arbeit sowohl finanziell als auch organisatorisch unterstützt.

Derzeit erlebt unser Verein einen Generationenwechsel. Die älteren Spieler treten inzwischen in den Erwachsenenligen an, während eine neue Generation talentierter Kinder und Jugendlicher heranwächst. Wir sind überzeugt, dass sie die erfolgreiche Geschichte unserer Schachabteilung fortschreiben und noch viele Erfolge erringen werden.

Nach achtzehn Jahren können wir mit Überzeugung sagen: Schach in der Jüdischen Gemeinde ist weit mehr als ein Sport. Es ist eine Schule des Denkens, der Persönlichkeitsentwicklung, des gegenseitigen Respekts und der Freundschaft. Es verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Alters und verschiedener Kulturen – und genau darin liegt seine besondere Stärke.

Leonid Reznik
Leiter der Schachabteilung
Makkabi Rostock