Am 15. Oktober 2025 feiern wir das Fest Simchat Tora, den Tag, an dem wir uns freuen, weil wir die Lesung der Tora vollenden und wieder von neuem beginnen. Wir freuen uns über die Lehre, die uns Mosche Rabbejnu übergeben hat – Torat Mosche, oder wie die Muslime sagen: Taurat. Auch Mosche, Musa gilt ihnen als Prophet. Doch leider ist dieses Fest nun schon seit zwei Jahren überschattet, seit am Schabbat des Jahres 5784 arabische Terroristen unter Führung der Hamas, getreu ihrer menschenverachtenden Ansichten, die das Leben feiernden Israeliten überfielen. Das Blut der Ermordeten und Gequälten schreit noch immer zum Himmel, und die Geiseln, oder vielmehr ihre Leichname, befinden sich noch immer in den Händen jener, die ihr menschliches Antlitz verloren haben.
Trotz all dem – den vorsätzlichen Morden und Entführungen, die im Kern schon zwei der Gebote des Dekalogs verletzen – versuchen viele europäische Länder, die sich christlich nennen, eine neue Realität zu schaffen, indem sie den sogenannten „palästinensischen Staat“ anerkennen. Dieser wurde jedoch nie von irgendjemandem proklamiert, anders als etwa Israel, Kosovo, Kroatien, Abchasien, die LVR oder Südossetien. Zudem hat er keinerlei Vorstellungen über seine zukünftige Ordnung. Der einzige verbindende Faktor der arabischen Bevölkerung von Judäa, Samaria und dem Gazastreifen ist der Hass auf ihre Nachbarn, die seit nunmehr 77 Jahren ihren Staat auf dem Land aufbauen, das laut Koran Allah den Söhnen Israels gegeben hat. Und nach ihrer eigenen Lehre gilt derjenige, der gegen den Willen des Schöpfers handelt, als Kofēr – als Abtrünniger vom Glauben.
So zeigt sich, dass jene, die sich als eifrige Verteidiger des Glaubens auf die Brust schlagen – ob christlich oder muslimisch –, in Wahrheit eigennützigen Zielen folgen und sich vom göttlichen Lehrhaus abgewandt haben. Nur das jüdische Volk, trotz seines schweren Schicksals und inmitten vieler Feinde, freut sich über die göttliche Lehre, die uns durch Mosche gegeben wurde, denn sie ist unser Erbe: Moraschat Kehilat Jisrael. Wir freuen uns an ihr, weil wir wissen, dass dort die ganze Geschichte dieser Welt aufgezeichnet ist und auch das, was in den „Acharit ha-Jamim“, in der Endzeit, geschehen wird. Dass viele Völker sich gegen die Juden erheben und versuchen würden, sie zu vernichten, wussten schon unsere Vorfahren vor Tausenden von Jahren. Doch der Ewige wird uns nicht allein unseren Hassern überlassen. Er wird allen die Augen öffnen, wer unser Freund und wer unser Feind ist. Und wie einst beim Auszug aus Ägypten wird Er in den Lauf der Geschichte eingreifen. Dann werden die Worte des Propheten Secharja (14,9), die wir im „Alenu“ zitieren, wahr: „… an jenem Tag wird der Ewige Einer sein und Sein Name Einer.“
